Im Jahre 2001 begegnete mir im Rahmen meiner 3-jähringen Ausbildung zur Tiefen- u. Gestaltpädagogin das Thema Selbsterfahrung mit Maskenarbeit. Ich war fasziniert von den unterschiedlichen Gesichtern, die zu uns Menschen gehören können – und dieser Spur wollte ich weiter folgen. Eine Kindheitserinnerung tauchte auf, ein Tadel … »Man schaut Menschen nicht so intensiv ins Gesicht, das tut man nicht«. In manchen Kulturen ist es sogar tabu, sich bei der Begrüßung in die Augen zu schauen.
Anders bei der Arbeit mit Masken: Denn die Maske, die man sich als ein fiktives Gegenüber herstellt, kann man in Ruhe und aller Ausführlichkeit betrachten.
Masken faszinieren seit Urzeiten die Menschheit. Als Maske wird eine Gesichtsbedeckung bezeichnet, die zu rituellen und kultischen Zwecken und später dann im Kontext von Religion und Kunst benutzt wurde.
Masken machen klar, dass für die Zeitspanne eines Rituals, einer Zeremonie oder einer künstlerischen Präsentation nicht das Individuum hinter Maske, sondern eine symbolische Person, eine "Figur" gemeint ist. In diesem Sinne verbergen Masken und schützen, indem sie ein zusätzliches Innen und Außen erzeugen. Jede Maske überrascht uns mit unserem kreativen Potential und mit ihr werden Aktionen und Ereignisse stärker empfunden als Worte. Sie birgt und zeigt, gibt Schutz, schenkt Erkenntnis und Einsicht.
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